Nachhaltige Nutzung von Wollhandkrabben für Aquakultur und Zellkultur
Das Projekt adressiert die nachhaltige Nutzung bislang unzureichend verwerteter Biomassequellen, insbesondere invasiver Wollhandkrabben sowie Nebenströme aus der Krabbenverarbeitung. Ziel ist die Entwicklung von Verfahren zur gezielten Fraktionierung und Aufarbeitung dieser Biomasse, um funktionelle Inhaltsstoffe wie Proteine, Peptide und weitere bioaktive Komponenten zugänglich zu machen. Während das Alfred-Wegener-Institut (AWI) die Gewinnung und Vorverarbeitung der Krabbenbiomasse übernimmt und die erzeugten Fraktionen in Fütterungsversuchen mit Garnelen in der Aquakultur untersucht, fokussiert sich die Kaesler Nutrition GmbH auf die Entwicklung und Prozessierung geeigneter Fraktionen.
Diese sollen perspektivisch als definierte Bestandteile in Fischzellkulturmedien eingesetzt werden und damit den Ersatz konventioneller, tierischer Zusatzstoffe ermöglichen. Das Projekt leistet somit einen Beitrag zur Etablierung ressourceneffizienter und nachhaltiger Wertschöpfungsketten im Bereich der zellulären Aquakultur
Über das Projekt
Im Projekt InCraSus – Invasive Crab Recycling for Sustainable Circular Economy, gefördert im Rahmen des Programms „Anwendungsnahe Umwelttechniken (AUF)“ durch die BIS Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH und kofinanziert durch die Europäische Union (EFRE) sowie das Land Bremen, arbeitet die Kaesler Nutrition GmbH gemeinsam mit dem Alfred-Wegener-Institut (AWI) an der Entwicklung innovativer Verwertungsstrategien für marine Biomasse.
Die Umsetzung erfolgt am Standort Bremerhaven im Zeitraum von September 2025 bis August 2027.